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Vitalstoff-Therapie

Den Menschen im Blick

Müde, erschöpft, lustlos, Konzentrationsstörungen, Leistungsknick – sehr unspezifische Symptome, die häufig mit einer mangelnden Versorgung an Vitalstoffen, auch Mikronährstoffe genannt, zusammenhängen. Wir schöpfen aus einer nie da gewesenen Fülle von Nahrungsmitteln, die häufig den Namen LEBENsmittel nicht verdienen und sind trotzdem latent unterernährt.

 

Makronährstoffe und Mikronährstoffe

Unter Makronährstoffen versteht man die großen Ernährungsbestandteile wie Fette, Eiweiße und Zucker. Daran mangelt es uns in der Regel nicht, allerdings häufig an der guten Qualität.
Mikronährstoffe hingegen sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren, essentielle Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe, die an nahezu allen Stoffwechselprozessen beteiligt sind und werden von JEDER Zelle für die dort ablaufenden Stoffwechselvorgänge benötigt.

 

Mikronährstoffe – wofür brauche ich sie?

Man kann sich die Zelle, die kleinste Einheit eines jeden Gewebes, das sich aus Millionen von Zellen zusammensetzt, wie eine kleine Fabrik vorstellen. Dort werden, wie in einer Fabrik, verschiedene Dinge in biochemischen Reaktionskaskaden (=Produktionsschritten) hergestellt, z.B. die Energie (ATP) damit die Zelle überhaupt arbeiten kann, oder komplexe Eiweißstrukturen, wie Enzyme oder z.B. das Hormon Insulin oder Botenstoffe für das Gehirn. Für jeden Produktionsschritt werden natürlich Zutaten benötigt, die lebensnotwendigen Mikronährstoffe.

So kann man sich gut vorstellen, dass die Produktion, von was auch immer, stockt, wenn nicht genügend Zutaten vorhanden sind. Zink ist an ca. 200 Stoffwechselreaktionen beteiligt, Magnesium an 300-400 Stoffwechselreaktionen, Vitamin D-Rezeptoren finden sich in jeder Zelle. Die Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Fehlt uns nur eine einzige Substanz, können die biochemischen Reaktionsketten nicht oder nur ungenügend ablaufen.

Eine ausreichende Versorgung ist daher äußerst wichtig, wenn nicht das Wichtigste überhaupt, für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit des Organismus, durch die Leistungsfähigkeit jeder einzelnen Zelle.
Dies ist Sinn und Zweck der Vitalstofftherapie, auch Orthomolekularen Medizin genannt. Darunter versteht man die Behandlung mit eben diesen Mikronährstoffen zu therapeutischen Zwecken.

 

Wann muss ich an Vitalstoffmangel denken?

Aufgrund der komplexen Vernetzungen aller biochemischen Prozesse gehen Unterversorgungen meist mit unspezifischen Symptomatiken oder Symptomenkomplexen einher.
Dies trifft insbesondere auch dann zu, wenn mehrere latente Mängel bestehen.
Sogenannte Kardinalsymptome, bei denen man auf jeden Fall an einen Vitalstoffmangel denken sollte sind Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen, und Leistungsknick.

 

Bin ich nicht ausreichend über die tägliche Nahrung versorgt?

Für eine gute Versorgung ist eine gesunde Ernährung von immenser Bedeutung. Die gängige Meinung ist, dass wenn wir uns ausgewogen ernähren, wir schon ausreichend mit allen wichtigen Stoffen versorgt würden. Aber niemand definiert näher, was eine ausgewogene und gesunde Ernährung tatsächlich beinhaltet. Ein mittlerweile sehr bekannter Slogan ist:

Five Greens a day

Wir sollen also 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag verzehren. Machen wir uns einmal klar, was das im Alltag bedeutet. Das entspricht ungefähr 800-1000g Obst und Gemüse pro Tag. Bei einer 4-köpfigen Familie entspricht das 22,4kg – 28kg in der Woche. Die Zubereitung ist zeitaufwändig, bei unseren heutigen Lebens- und Arbeitsgewohnheiten fast unmöglich. Manche Ernährungsexperten meinen, es müssten 8 Portionen pro Tag sein und wieder andere sagen, dass selbst, wenn wir uns optimal gesund ernähren würden (saisonal, regional, vollwertig), wir rein mengenmäßig gar nicht so viel essen könnten, als dass wir ausreichend versorgt würden.

 

Was haben Vitamine mit meinem Lebensstil zu tun?

Sehr viel, denn eine ausreichende Versorgung ist nicht allein nur von der Ernährung abhängig, sondern hat auch etwas mit unserem Lifestyle zu tun.
Beispiel Vitamin D: Aus klimatischen Gründen und beruflich bedingt, halten wir uns viel in Innenräumen auf und erleiden so einen Vitamin D-Mangel, denn Vitamin D wird im Wesentlichen durch das Sonnenlicht in der Haut gebildet. Nicht umsonst haben 80% der Bevölkerung einen Vitamin D Mangel, 60% sogar einen schweren. Die Fähigkeit Vitamin D zu bilden nimmt auch mit dem Alter ab und wird durch Sonnenschutzmittel negativ beeinflusst.

Rauchen, Stress, erhöhter Alkoholkonsum und bestimmte Medikamente (z.B. auch die Pille) führen zu einem erhöhten Verbrauch an Vitalstoffen.

 

Der Gehalt von Vitalstoffen in unserer Nahrung

Weitere Probleme in der Versorgung sind die tatsächlich enthaltenen Konzentrationen an Nährstoffen in unserer Nahrung.
Durch Anbau auf nährstoffarmen Böden, unreifes Ernten, lange Transportwege, geschmacklich angepasste Züchtungen (z.B. das Herauszüchten von Bitterstoffen) enthalten unsere Lebensmittel nachweislich nicht mehr die Mengen an Vitalstoffen wie noch vor einigen Jahrzehnten.

 

Diagnostik

Für die Diagnostik bedarf es zum einen einer genauen Anamnese.
Besteht ein erhöhter Verbrauch an lebenswichtigen Vitalstoffen durch Lifestyle, Medikamenteneinnahme, angeborenen Stoffwechselerkrankungen (z.B. Krypto-/ Hamöpyrrolurie)?
Wird genügend zugeführt in Form von Ernährung und/oder evtl. Nahrungsergänzungsmitteln?
Bestehen Erkrankungen, die an einen Mangel denken lassen z.B. chronische Durchfälle, Burnout u.a?

Über die Bestimmung entsprechender Spiegel im Blut kann dann das Ausmaß des Mangels genau ermittelt werden.

Therapie

Therapeutisch sollte neben dem gezielten Auffüllen der Defizite (orthomolekulare Medizin) eine Optimierung der Ernährung erfolgen. Bei schweren Erkrankungen kann es notwendig sein wichtige Vitamine, Mineralien und Aminosäuren als Infusionen zu verabreichen, häufig reicht aber die orale Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln aus. Immer aber sollte man auch nach dem Darm schauen, und über eine Darmsanierung sicherstellen, dass dieser auch in der Lage ist die angebotenen Vitalstoffe, unabhängig ob in Form von Vitalstoffpräparaten oder aus der Nahrung, aufzunehmen.